Kredite
Das Wort Kredit leitet sich aus dem lateinischen Begriff "credere = glauben" bzw. "creditum = das auf Glauben und Treue anvertraute" ab. Kredite oder Darlehen sind im Wirtschaftsleben eine Geldschuld, die nach einer bestimmten Zeit wieder eingelöst werden muss. Grundsätzlich belasten die anfallenden Zinsen den Kreditnehmer. Die Kreditarten werden unterteilt nach Laufzeit (kurz-, mittel-, und langfristige Kredite); nach der Kredithöhe (Privatdarlehen und Großkredite); nach der Kreditsicherung ( Blankokredit, Diskontkredit, Bürgschaftskredit und Hypothekarkredit); nach der Bereitstellungsart (Barkredit, Dispokredit, Kontokorrentkredit, Warenkredit und Kreditleihe); nach dem Verwendungszweck (Ratenkredit, Konsumkredit, Bauspardarlehen und Produktivkredit); nach den Kreditgebern (Staatskredit, Bankkredit, Lieferantenkredit, Arbeitgeber und Verwandtendarlehen). Der Kreditnehmer muss im Allgemeinen dem Kreditgeber eine Sicherheit im Rahmen des Kreditlimits geben. Folgende Formen der Sicherheiten gibt es: Grundschulden auf private und/oder gewerbliche Bauwerke und/oder Grundstücke. Das Pfändungsrecht auf Einkommen und/oder Gewinne. Abtretungen an Dritte, zum Beispiel aus Erlösen der Kapitalversicherung oder Immobilienverkäufen. Wechsel auf kurzfristige gewerbliche Finanzierungen. Sonstige Bürgschaften zum Beispiel des Ehepartners (Lebensversicherungen und Ähnliches). Die auf den Kredit anfallenden Zinsen werden normalerweise auf eine Jahr berechnet. (Prozent per anno / % p.a.) Der Zinssatz von einem Kredit richtet sich nach der Laufzeit, der Bonität, den allgemeinen Eckzinssätzen und volkswirtschaftlich, nach der allgemeinen Wirtschaftslage und Fremdwährungskreditsätzen (Prozent per anno / % p.a.) Zinsfreie Kredite oder Darlehen werden vor allem bei gewerblichen Finanzierungen von der öffentlichen Hand vergeben. Förderprogramme mit Zuschüssen und Zinsverbilligungen gibt es von der Europäischen Union, dem Bund, den Ländern und den Kommunen.