Das deutsche Wirtschaftswunder
Als Wirtschaftswunder bezeichnet man den rasanten ökonomischen Aufschwung der damaligen BRD, aber auch Österreichs, nach dem Zweiten Weltkrieg. Dieser Aufschwung im Nachkriegsdeutschland kam in Folge der guten strukturellen Vorraussetzungen, der leistungswilligen Arbeiterschaft und der Aufbauhilfe der US-Regierung zu Stande. Gerade die Aufbauhilfe, die durch den Marshall-Plan maßgebend gestaltet wurde und die Währungsreform 1948 mit der Einführung der D-Mark, brachten das Wirtschaftswunder voran. Der deutsche Wirtschaftsminister Ludwig Erhard war es, der die politischen Weichenstellungen des Wirtschaftswunders, als Minister von 1949-1963 verantwortete. Am Ende der 50er Jahre war die BRD die zweitgrößte Wirtschaftsnation der Welt. Das Wirtschaftswunder wird heute von Wirtschaftsexpetern als Kettenreaktion gesehen. Marshall-Plan-Hilfen, Währungsreform, Arbeitsfleiß, der Zufluss von ausländischem Kapital gerade in den Rohstoff- und Nahrungsmittelproduktionen, führten zu einer Beförderung der technischen Entwicklung, die die Rückstände durch das Kriegsgeschehen schnell kompensierten. Durch das schnelle Wirtschaftswachstum und das einhergehende Masseneinkommen sowie die in- und ausländische Nachfragesituation, erholte sich die deutsche Wirtschaft im rasanten Tempo. Auf Grund der großen Nachfrage konnten die Unternehmen ihre Unternehmenspotentiale voll ausschöpfen und die Arbeits- und Kapitalproduktivität kontinuierlich steigern. Weitere wichtige Faktoren, die das Wirtschaftswunder beförderten waren u.a. die kontinuierliche Preisstabilität, moderate Tarifabschlüsse und der Export qualifizierter deutscher Güter in wachsende internationale Märkte. Gerade das politische System der Sozialen Marktwirtschaft bewährte sich in der Phase des deutschen Wirtschaftwunders, dies sowohl für den Staat als auch für seine Bürger.