Das Metallgeld

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Im westlichen Teil der Türkei wurden durch die Lyder (um 640-600 vor Christus), die ersten Münzen aus Gold in den Zahlungsumlauf gebracht. Mit den Münzen sollte die Bezahlung der Söldner vereinfacht werden. Die Münzen bestanden aus einem bestimmten Anteil von Goldstaub und waren mit unterschiedlichen Werten und dem Abbild des Kopfes des Königs versehen. Der letzte Lyderkönig "Krösus" war bekannt für seinen unermäßlichen Reichtum an Geld. Der Edelmetallgehalt der Münzen bestimmte bis in das 18. Jahrhundert hinein den Wert des Geldes. Die nationalen Münzstätten überprüften den tatsächlichen Wert der eigenen Währung sowie der internationalen Münzen. Oft kam es zu Überbewertungen der unterschiedlichen internationalen Münzprägungen und zu mutwilligen Entfernungen der Edelmetallschicht. Das größte Problem beim internationalen Zahlungsverkehr mit Edelmetallmünzen war der anerkannte Wert der Gold-, Silber- und Kupfermünzen untereinander. Der Wert der einzelnen Münzen konnte untereinander nicht stabil gehalten werden. War für die spanischen und englischen Händler die Goldmünzen geringfügig wertvoller als die Silbermünzen, so konnte man dies im chinesischen Handelsgebiet nicht kulturell nachvollziehen. Die Lösung dieser Problematik kam durch die Bank of England mit der Goldeinlösegarantie. Die Bank of England versicherte den Besitzern der englischen Goldmünzen den aktuellen Goldwert der Münze auszubezahlen. Eine neue Problematik tauchte durch die Goldeinlösegarantie der Bank of England auf. Wie konnte man gewährleisten, dass die Bank nicht mehr Münzen ausgab als sie Goldreserven hatte? 1730 kam es zu einer Vertrauenskrise, die die Bank of England nur überlebte, da sich die Londoner Großhändler bereiterklärten, die Garantieleistung zu übernehmen. Hierdurch entfiel der Anreiz zur Manipulation der Münzwerte und die Verschiebung der landesinternen englischen Goldmünzwährungen in den Abfluss ist internationale Silbermünzwährungen. Bis weit in das 19. Jahrhundert war zum Beispiel der US-Dollar durch Goldeinlagen gedeckt. Bis heute ist die Deckung durch Goldreserven noch üblich.