Deflation

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Unter Deflation versteht man eine länger anhaltende volkswirtschaftliche Situation in der die Preise für Waren und Dienstleistungen sinken. Ebenso wie bei der Inflation hat die Deflation immense Auswirkungen auf die Volkswirtschaft. Zentrale Ursachen für die Deflation können Konsum- und Investitionszurückhaltung sein, auch politische Eingriffe, zum Beispiel durch Senkung der Staatsausgaben sowie außenwirtschaftliche Faktoren können zur Deflation führen. In der Frage der Bekämpfung der Deflation war man bis in die 30-Jahre der Meinung, dass das Spiel der Marktkräfte das Problem der Deflation löst. Nach der Weltwirtschaftskrise kamen erstmals die Forderungen auf, dass sich auch der Staat durch Eingriffe in das Wirtschaftsleben des Deflationsproblems annehmen müsste. Der englische Mathematiker und Ökonom John Maynard Keynes (5.Juni 1883-21.April 1946) war einer der ersten Verfechter der Fiskal- und Geldpolitik des Staates und der Zentralbank zur Bekämpfung der Deflation. Seine teilweise radikalen Ideen beeinflussen bis heute das politische und ökonomische Denken. Die Bekämpfung einer Deflation ist äußerst schwierig, da es oft zu einer Deflationsspirale kommt. Zentrale Ansatzpunkte zur Bekämpfung sind, eine expansive Geldpolitik der Zentralbank und eine Wirtschaftspolitik, die die Nachfrage fördert. Der Zentralbank, aber auch Europäischen Zentralbank, kommt bei der Bekämpfung der Deflation zentrale Bedeutung zu. Man strebt bei den Zentralbanken den Zustand einer Geldwertstabilität an, die somit weder eine Inflation-, noch Deflationssituation Vorschub leistet. Forderungen nach anderen alternativen Modellen, zum Beispiel die Einführung einer Geldumlaufgebühr oder private Komplementärwährungen, wurden bisher in Politik und Wirtschaft verworfen.