CFD - Contracts for Difference - Differenzkontrakte

Ein Differenzkontrakt / Contract for Difference oder kurz CFD ist derzeit (11.2006) meist ein handgestricktes, individuell gestaltetes Finanzinstrument (Derivat) für den außerbörslichen Handel, das eine Spekulation auf die Preisveränderung eines anderen (Underlyings) Finanzproduktes oder "Finanzproduktbündels", w.z.B. einer Aktie oder eines Indizes, ermöglicht, ohne dieses selbst besitzen zu müssen. Hierzu wird bei Spekulation auf einen Kursanstieg eine Long-, bei Spekulation auf einen Kursverlust eine Short-Position eingegangen.

- Für den Erwerb einer solchen Position wird eine Sicherheitsleistung (Margin) fällig.
- Wird eine CFD-Position über Nacht gehalten, so werden Zinsen zur Finanzierung des Kurswertes des im CFD abgebildeten Produktes fällig.
- Beim Schließen der Position ergibt sich der Bruttogewinn/-verlust aus der Differenz des Kurswertes des Underlyings beim Eingehen und Schließen der Position.

Beispiel:

Aktien-Kurs 50,00€
Kauf von 100 Aktien-CFDs bei einer Margin von 11%
=> Kurswert der zu Grunde liegenden Aktienposition = 100 * 50 = 5000,00€
Sicherheitsleistung = 5000*0,11 = 550,00€
gleichtägiger Kursanstieg auf 51,00€
=> resultierender Kurswert = 100 * 51,00 = 5100,00€
Bruttogewinn = 5100 - 5000 = 100,00€

Somit wird hier mit dem CFD bei geringerem Kapitaleinsatz (550€ anstelle von 5000€) dasselbe Bruttoergebnis wie beim Kauf des Underlyings erzielt.
Es sind aber noch zum Erhalt und Vergleich eines Nettoergebnisses anfallende Gebühren (z.B. Kommissionen) zu berücksichtigen, die jedoch je nach Konstruktion (z.B. involvierte Parteien, Refinanzierungskosten etc.) variieren können.